Diese Firmenprofile werden von wlw auf bestimmte Kriterien geprüft.
Zeige geprüfte Firmenprofile
  • DE 73730 Esslingen
Wir brünieren im Kaltbrünierverfahern mit unserer eigens dafür entwickelten vollautomatischen ADE-Brünieranlage mit einer...
1 Zertifikat
  • · DIN EN ISO 9001:2008
10-49 Mitarbeiter
1985 gegründet
  • DE 77955 Ettenheim
Unsere Spezialiät ist das Salzbadnitrieren nach dem TENIFER QPQ-Verfahren und Brünieren im Zweibadverfahren.
2 Zertifikate
  • · DIN EN ISO 9001:2008
  • · DIN EN ISO 9001:2015
10-49 Mitarbeiter
1969 gegründet
  • DE 30966 Hemmingen
Galvanisches Verzinken, Verzinnen, Einzel-und Kleinserienteile, Dickschichtpassivieren Chrom VI-frei, Brünieren, Zinkphosphatieren...
1-9 Mitarbeiter
1960 gegründet
  • AT 5440 Golling an der Salzach
Das Brünieren von Metallteilen wird in der hauseigenen Oberflächenabteilung als Lohnarbeit angeboten.
1 Zertifikat
  • · ISO 9001:2015
10-49 Mitarbeiter
1944 gegründet
  • DE 71384 Weinstadt
Ob Einsatzhärten, Vergüten, Brünieren oder Entgraten: Wir sorgen mit der richtigen Behandlung für den gewünschten Härtegrad...
1 Zertifikat
  • · DIN EN ISO 9001:2015
1-9 Mitarbeiter
2003 gegründet
  • DE 73037 Göppingen
Brünieren im Lohn Nutzmaße 1000 x 300 x 300...
2 Zertifikate
  • · DIN EN ISO 9001:2008
  • · DIN EN ISO 9001:2015
1-9 Mitarbeiter
1975 gegründet
  • DE 90768 Fürth
Nach der Fertigstellung der Gebäude in der Siegelsdorfestr. 27 nahm er die Oberflächenveredelung Brünieren in das Angebot...
2 Zertifikate
  • · DIN EN ISO 14001:2004
  • · DIN EN ISO 9001:2008
50-199 Mitarbeiter
1990 gegründet
  • DE 91126 Rednitzhembach
Das Unternehmen heute Das Produktionsspektrum umfasst heute über 300 Produkte rund um die Verfahren Entfetten, Beizen, Brünieren...
4 Zertifikate
  • · DIN ISO 14001:2015
  • · DIN EN ISO 9001:2015
  • · Fachbetrieb (nach WHG)
  • · Entsorgungsfachbetrieb
50-199 Mitarbeiter
1905 gegründet
  • DE 58513 Lüdenscheid
Schrauben, Befestigungshaken, Metallfedern) und viele andere Kleinteile des täglichen Gebrauchs verzinkt, phosphatiert oder brüniert...
1 Zertifikat
  • · DIN EN ISO 9001:2015
10-49 Mitarbeiter
1948 gegründet
  • DE 88693 Deggenhausertal
Brünieren...
3 Zertifikate
  • · DIN EN ISO 9001:2015
  • · EMAS
  • · DIN EN ISO 14001
10-49 Mitarbeiter
1975 gegründet
  • DE 78056 Villingen-Schwenningen
kundenspezifische Lösungen, Oberflächen sind unsere große Leidenschaft, wir veredeln in erster Linie metallische Oberflächen: brüniert...
1 Zertifikat
  • · DIN EN ISO 9001:2015
10-49 Mitarbeiter
1922 gegründet
  • DE 22399 Hamburg
Mithilfe modernster CNC-Fertigungstechnologie drehen bzw. fräsen wir Präzisionsteile für verschiedenste Branchen.
1 Zertifikat
  • · DIN EN ISO 9001:2015
10-49 Mitarbeiter
1978 gegründet
  • CH 8247 Flurlingen
sind diverse Wärmebehandlungen, sprich das Vakuumhärten, diverse Glühprozesse und diverse Härteverfahren inklusive dem Brünieren...
1 Zertifikat
  • · ISO 9001:2015
1-9 Mitarbeiter
1994 gegründet
  • CH 3360 Herzogenbuchsee
Seit 1946 ist die Firma Heinz Lienhard AG in der Wärmebehandlungs- und Oberflächentechnik (Brünieren) tätig.
10-49 Mitarbeiter
1946 gegründet
  • DE 92521 Schwarzenfeld
maschineller Ausstattung und seperater Abteilung Qualitätssicherung 2007 Erweiterung: Sandstrahlen 2009 Erweiterung: Brünieren...
1-9 Mitarbeiter
1997 gegründet
  • DE 89231 Neu-Ulm
Gasnitrocarburieren, Badnitrieren mit AB1 Abkühlung, Randschichthärten in Hoch- und Mittelfrequenz (Induktion), Richten, Tiefkühlen, Brünieren...
4 Zertifikate
  • · Ökoprofit
  • · DIN EN ISO 9001:2008
  • · OHRIS
  • · ISO 9001:2015
10-49 Mitarbeiter
  • DE 46414 Rhede
Leistungsspektrum umfasst unter anderem Draht-, Senk- und Startlocherodieren, CNC Fräsen, CNC Drehen, CNC Flach-Profilschleifen sowie Brünieren...
10-49 Mitarbeiter
1985 gegründet
  • AT 2362 Biedermannsdorf
Brünierung Brünierungsmittel Brünierarbeiten Brünieren Hematite Tourmaline Jade Öl...
1-9 Mitarbeiter
1978 gegründet
  • DE 74670 Forchtenberg
Schrauben von HSB werden sowohl in Stahl verzinkt, Messing (blank vernickelt, verchromt, brüniert), sowie in rostfrei A2...
10-49 Mitarbeiter
1992 gegründet
  • CH 9466 Sennwald
Aber auch Behandlungen wie das Brünieren oder das Schwärzen von rostbeständigen Stählen führen wir für Sie durch.
10-49 Mitarbeiter
2010 gegründet
  • DE 86462 Langweid
Als Erweiterung der Produktpalette kam 2010 die Oberflächenbehandlung „Brünieren“ hinzu.
1 Zertifikat
  • · SVOAM:2010
10-49 Mitarbeiter
1991 gegründet
  • DE 92345 Dietfurt an der Altmühl
Oberflächenbehandlung wie Verzinken, Vernickeln, Brünieren, Verchromen und Pulverbeschichten.
1 Zertifikat
  • · DIN EN ISO 9001:2015
10-49 Mitarbeiter
1957 gegründet
  • DE 72649 Wolfschlugen
Aluminiumverarbeitung, Blechbearbeitung, Mechanische Bearbeitung, Schweißen, Nasslackierung, Pulverbeschichten, Verzinken, Brünieren...
2 Zertifikate
  • · DIN EN ISO 3834-2
  • · DIN 18800 -7
50-199 Mitarbeiter
1969 gegründet
  • DE 58840 Plettenberg
Bei Bedarf werden Ihre Produkte durch Verzinken, Vernickeln, Brünieren, Chromatieren, Phosphatieren oder Passivieren veredelt...
2 Zertifikate
  • · IATF 16949:2016
  • · TÜV Rheinland
10-49 Mitarbeiter
1939 gegründet
  • DE 74177 Bad Friedrichshall
Brennen, lasern, kanten, strahlen, schleifen, schweissen, glühen, brünieren, lackieren.
3 Zertifikate
  • · DIN EN ISO 9001:2015
  • · DIN EN ISO 9001:2008
  • · ISO 9001:2015
10-49 Mitarbeiter
2005 gegründet
  • DE 78559 Gosheim
Härte und Oberflächentechnik verzinken blau/farblos/gelb/schwarz, verchromen/hartverchromen, vernickeln, brünieren, Dickschicht...
2 Zertifikate
  • · VDA 6.1
  • · DIN EN ISO 9001:2008
10-49 Mitarbeiter
1928 gegründet
  • DE 09353 Oberlungwitz
Arbeiten wie Drehen, Fräsen, Schleifen, Honen, Polieren und Härten aber auch Veredelungen wie Eloxieren, Brünieren und Beschichten...
1 Zertifikat
  • · ISO 9001:2015
10-49 Mitarbeiter
1993 gegründet
  • DE 78078 Niedereschach
Härten, Vergüten, Trowalisieren - Waschen, Entfetten - Verzinken (Chemisch Zink), Vernickeln, Verchromen - Phosphatieren, Brünieren...
2 Zertifikate
  • · DIN EN ISO 9001:2015
  • · ISO 9001:2015
1-9 Mitarbeiter
1961 gegründet
  • DE 98587 Steinbach-Hallenberg OT Rotterode
- Bearbeitung von Stahl, Edelstahl, Aluminium, Messing, Titan und Kunststoff - Oberflächenbehandlungen wie Härten, Brünieren...
3 Zertifikate
  • · ISO 9001:2015
  • · DIN EN ISO 9001:2015
  • · DIN EN ISO 9001
1-9 Mitarbeiter
  • DE 73240 Wendlingen
Weiterbearbeitung für Schweißen, Härten, Verzinken, Brünieren, Gleitschleifen, Vernickeln, Verchromen, Laserschneiden, Lackieren...
1 Zertifikat
  • · DIN EN ISO 9001:2008
10-49 Mitarbeiter
1926 gegründet
  • DE 74172 Neckarsulm
Vorrichtungsbau, Einzelfertigung, Serienfertigung, Maschinenbau, Gussschleifen, Gleitschleifen, Sandstrahlen, Kugelpolieren, Härten, Brünieren...
1 Zertifikat
  • · DIN EN ISO 9001:2008
1-9 Mitarbeiter
1995 gegründet

Häufig gestellte Fragen zum Thema Brünieren

Brünieren - Was ist das?

Mit dem Brünieren wird eine schwache Schutzschicht auf, in den meisten Fällen, eisenhaltigen Oberflächen gebildet. Dieser sogenannte Edelrost dient dazu, Korrosion zu vermindern. Eingesetzt wird das Brünieren im Werkzeug- und Maschinenbau und dient zudem als Haftgrund für andere Oberflächenbehandlungen wie zum Beispiel dem Lackieren. Bei diesem Vorgang wird das Werkstück in alkalische beziehungsweise saure Lösungen oder Salzschmelzen getaucht. Dadurch bilden sich tiefschwarze Mischoxidschichten, oder auch Konversionsschichten genannt.

Diese Schichten bestehen aus FeO und Fe2O3, dies ist nur feiner Edelrost, der keine Beschichtung ist. Beim Brünieren färbt sich der Stahl durch den chemischen Prozess schwarz und ist nicht beschichtet. Der Vorteil ist, dass aufgrund der dünnen Schichtdicke der Brünierung von nur circa 1 µm die brünierten Stücke maßhaltig bleiben. Der Schutz gegen Korrosion ist allerdings sehr gering, da die Brünierung porös ist. Durch Befetten oder Beölen lässt sich dieser Schutz verbessern. Aber das Brünieren dient nicht nur dem Schutz des Werkstückes, sondern auch zur optischen Verschönerung.

So kann damit zum Beispiel ein „altes" oder „antikes" Aussehen erzeugt werden. Werden Möbelbeschläge oder Schrauben aus Messing mit Essigessenz brüniert, entsteht ein Effekt, der das Werkstück abgegriffen aussehen lässt, aber trotzdem edel. Schmiedeprodukte oder Kochgeschirr werden oft durch Abbrennen von Leinöl auf der Oberfläche brüniert. Diesen Vorgang nennt man auch Schwarzbrennen oder Einbrennen.

Wie funktioniert Brünieren?

Das Verfahren des Brünierens ist nach DIN 50 938 normiert. Ähnlich wie bei einer Phosphatierung entstehen dabei nichtmetallische Überzüge auf den Werkstücken. Auf niedrig legierten Stahlwerkstoffen und Eisen wird dabei eine festhaftende Eisenoxidschicht aufgetragen. Bei der Brünierung wird das Stück schwarz gefärbt, wie stark die Verfärbung ist, hängt davon ab, welche Beschaffenheit der Grundwerkstoff hat.

Vor dem Brünieren werden die Bauteile zuerst entfettet, um ein gleichmäßiges Brünieren zu ermöglichen. Oft wird das Werkstück dann in einem Beizbad gebeizt. Durch den zweiten Schritt entsteht eine oxidfreie Oberfläche, die durch das Anätzen des Werkstückes mit Säuren oder Laugen entsteht. Danach erfolgen die eigentlichen Brünierarbeiten am Werkstück. Dieser Vorgang erfolgt bei Temperaturen von weniger als 150°C. Durch die geringe Hitze entstehen keine thermischen Belastungen und somit werden auch keine Veränderungen im Gefüge verursacht und auch die Maßhaltigkeit wird nicht beeinflusst. Es entsteht dabei eine Schicht aus Eisenoxyduloxid und aufgrund der geringen Schichtdicke werden oft Messwerkzeuge brüniert.

Der Vorgang erfolgt in einem Ein- oder Zweibadverfahren, in seltenen Fällen werden drei Bäder verwendet. Je mehr Bäder verwendet werden, desto dicker wird die Schichtdicke der Brünierung. Bei einem Einbadverfahren beträgt die Schichtdicke weniger als 1 µm. Als letzten Schritt wird die brünierte Oberfläche mit einem Korrosionsschutzöl oder einem ähnlichen Mittel eingerieben. Das Brünieren erzeugt nichtmetallische Überzüge und ist ein rein chemischer Prozess.

Welche Brünierverfahren werden von Firmen angeboten?

Wenn Sie ein Werkstück in einer Firma brünieren lassen, werden meist folgende Standardverfahren angeboten:

  1. Kaltbrünieren: Das Kaltbrünieren erfolgt bei Raumtemperatur, dabei werden Eisen, Guss und Stahl geschwärzt. Das Brünieren erfolgt durch verschiedene Bäder in einer Brünierlösung bei Raumtemperatur (ab 18°C), die das eisenhaltige Werkstück gleichmäßig schwarz einfärbt. Die schwarze Verfärbung der Oberfläche entsteht durch eine Gefügeumwandlung, die die Abmessungen des Werkstückes nicht verändern. Zum Korrosionsschutz wird das Produkt nach dem Brünieren mit einem speziellen Öl behandelt. 2. Heißbrünieren: Anders als bei der zuvor beschriebenen Methode wird beim Heißbrünieren mit hohen Temperaturen gearbeitet. Bei Temperaturen von 90 bis 100°C entsteht eine dicke, robuste Schwärzungsschicht, die frei von Schwermetallen ist. Zusammen mit dem Brünieröl ist das Werkstück sehr gut vor Korrosion geschützt. Diese Art des Brünierens wird in vielen Baumärkten angeboten. Zu beachten ist allerdings, dass durch die hohen Temperaturen der Lauge nur mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet werden sollte.
  2. Schnellbrünierung: Bei dieser Art des Brünierens werden die Werkstücke mit der Brünierlösung eingestrichen, die Schwärzung der Oberfläche erfolgt sofort bei Kontakt. Die Oberflächenschwärzung ist nicht ganz so regelmäßig wie bei den beiden zuvor beschriebenen Tauchbrünierungen. Allerdings kann die Schnellbrünierung zur Ausbesserung genutzt werden oder für Werkstücke, die nicht bewegt werden können oder die zu groß für eine Tauchbrünierung sind.
  3. Patinierung: Mit einer Patinierung können auch Buntmetalle wie Bronze, Messing oder Kupfer schwarz gefärbt werden. Auch Silber kann mit einer Patinierung schwarz eingefärbt werden.

Welche Stähle können brüniert werden?

Beim Brünieren werden chemische Veränderungen an der Oberfläche des Werkstoffes erzeugt, deshalb funktioniert dieses Verfahren nicht bei allen Materialien. Das Brünieren von Stahl ist bei niedrig legierten und unlegierten Stählen möglich und auch bei Gusseisen. Da beim Brünieren mit geringen Temperaturen gearbeitet wird, eignet es sich sehr gut für den Schutz von gehärteten Stählen. Möchten Sie allerdings Edelstähle brünieren, ist dies mit den klassischen Verfahren nicht möglich, sondern nur in Sonderverfahren.

Zu beachten ist außerdem, dass die Werkstücke unbeschichtet und sauber sein müssen, um eine gleichmäßige Brünierung zu erreichen. Am besten ist es daher, die Stücke gleich nach der spanenden Fertigung zu brünieren. Auf keinen Fall dürfen Stücke vor dem Brünieren mit Silikonfetten oder Silikonölen behandelt werden, da diese von den Entfettungsmitteln nicht entfernt werden können. Beim Brünieren in Firmen sollte beachtet werden, dass das Werkstück eine bestimmte Größe nicht überschreiten darf, da es sonst im Laugenbad keinen Platz hat. Ansonsten gibt es bei der Geometrie der Werkstücke keine Einschränkung.

Wo liegen die Vor- und Nachteile des Brünierens?

Brünieren wird besonders gern für die Behandlung von Präzisionsteilen verwendet, da aufgrund der geringen thermischen Belastung die Maßhaltigkeit der Werkstücke gewährleistet bleibt. Zudem wird die Brünierschicht durch Druck oder Biegung nicht beschädigt, sie ist gegen mechanische Belastungen beständig. Allgemein hat eine Brünierung im alkalischen Milieu Bestand und wird nicht von den üblicherweise verwendeten Lösemitteln, Schmierstoffen oder Lacken angegriffen. Werkstücke sind nach dem Brünieren ohne Einschränkungen für die Verwendung und Lagerung im Innenbereich geeignet. Dies kommt daher, dass durch das Brünieren ein hoher Korrosionsschutz entsteht, der durch bestimmte Öle noch verbessert werden kann.

Zudem ergeben sich verbesserte tribologische Eigenschaften des Werkstückes. So werden Verbesserungen erreicht beim Einlaufverhalten, bei den Notlaufeigenschaften geschmierter Gleitlager, bei der Anhaftung von Schmierstoffen und eine geringere Gefahr von Kaltverschweißungen an Gleitflächen. Nachteil ist, dass das Brünieren nur bei bestimmten Werkstoffen funktioniert und dass die Größe der Stücke beschränkt ist. Da die Brünierung von Säuren aufgelöst wird, sind die Werkstücke im Außenbereich nur eingeschränkt und mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen zu verwenden.

Wo liegt der Unterschied zwischen Brünieren und Phosphatieren?

Im Gegensatz zu anderen Verfahren werden beim Brünieren die Stoffeigenschaften durch Einbringen von Teilchen verändert. Das Werkstück wird also nicht mit einem fremden Material beschichtet, sondern der Werkstoff wird an der Oberfläche verändert. Das Brünieren und Phosphatieren unterscheidet sich demnach grundsätzlich in der Struktur. Eine Brünierung ist amorph und hat keine eigene Struktur, während eine Phosphatierung kristallin ist. Eine Phosphatschicht hat daher einen Vorteil gegenüber dem Brünieren, denn sie bindet das Korrosionsschutzmittel in der Struktur der Oberfläche. Dadurch entsteht ein besserer Korrosionsschutz als bei der Brünierung. Bei brünierten Werkstücken haftet der Korrosionsschutz nur an der Oberfläche und kann leicht entfernt und abgewischt werden.

Der Vorteil ist, dass das Werkstück leichter für weitere Produktionsschritte vorbereitet werden kann. In vielen Fällen ist der Unterschied aber nicht konstruktions- oder fertigungstechnisch relevant. Zudem ergeben sich bei den beiden Verfahren unterschiedliche Schichtstärken. Während beim Brünieren eine Schicht von ca. 1 µm entsteht, sind bei der Phosphatierung Schichtstärken von 3 bis 10 µm möglich. Mögliche Passungsprobleme müssen also beim Phosphatieren im Vorhinein beachtet werden. Die Brünierschicht ist druck- und biegebeständig, wird von Laugen nicht beschädigt und ist auch beständig gegen Lösemittel und Lacke, Säuren greifen die Schicht hingegen an. Nach der Phosphatierung werden Korrosionsschutzmittel und Lacke gut aufgenommen und bei der Verwendung nicht leicht abgewischt, dadurch ergibt sich ein sehr hoher Korrosionsschutz. Zudem ergeben sich sehr gute Gleiteigenschaften und eine Verminderung der Reibung bei spanloser Verformung.