Ladebordwände bezeichnen die Rückwand eines Lastkraftwagens, die sich in eine horizontale Position schwenken lässt und dann auf Bodenniveau abgesenkt werden kann. Das Prinzip der Ladebordwände ermöglicht so ein problemloses Be- und Entladen des Fahrzeugs, wenn keine Laderampe genutzt werden kann. Zudem ist dabei kein Gabelstapler nötig. Die auf Paletten transportierten Güter können mittels eines Hubwagens, der in der Regel im Lkw mitgeführt wird, direkt im Laderaum aufgenommen, über die Hebebühne der Rückwand abgesenkt und direkt zum vorgesehenen Lagerplatz gebracht werden.
Tragekraft und Bedienung
Ladebordwände werden in verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt, die eine maximale Beladung von 500 Kilogramm in der untersten und bis zu 9 Tonnen in der höchsten Klasse erlauben. Die Bewegungen der Ladebordwände werden meist hydraulische umgesetzt. Gesteuert werden diese entweder über ein Bedienfeld am Fahrzeug oder durch Fußtasten direkt auf der Plattform. Bei der Benutzung ist auf genügend Platz für das Herunterklappen der Rückwand und vor allem auf einen sicheren Stand der Ladung beim Heben und Senken zu achten. Ein Hubwagen muss dabei abgesenkt werden.
Einsatzgebiete und Sonderform
Ladebordwände sind hauptsächlich bei kleineren Lastkraftwagen anzutreffen, die im Güternahverkehr und zur Materialauslieferung eingesetzt werden. Hier sind beim Aufnehmen und Abladen der Güter oftmals keine Laderampen vorhanden. Für die Hebebühne wird auch kein eigens reservierter Platz benötigt, der allein für diesen Zweck eingerichtet ist. Größere Lkw im Fernverkehr verfügen eher über eine unterfaltbare Hubladebühne, welche nicht als Rückwand fungiert, sondern zusammengeklappt unter der Ladefläche angebracht ist. Dadurch wird das Heranfahren an eine Laderampe vereinfacht, aber auch das Eigengewicht des Lasters erhöht.