Der Begriff Laborrührer oder Laborrührwerk steht für ein Gerät, das insbesondere in Laboren die Aufgabe übernimmt, diverse Substanzen durch das Verrühren miteinander zu mischen. Da in den Laboren eine Vielzahl an Stoffen eingesetzt wird, unterscheiden sich die Laborrührer in ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer Konstruktionsweise voneinander. Unter diesem Gesichtspunkt ist es möglich, Substanzen zu bearbeiten, die eine differente Viskosität besitzen. Die üblichen Laborrührer eignen sich für Stoffe, die sehr flüssig sind oder sich durch eine eher zähe Konsistenz auszeichnen. Große Laborrührer sind mühelos in der Lage, ein Volumen bis zu 250 Liter kontinuierlich zu rühren.
Laborrührer gehören zur labortechnischen Ausrüstung
Neben den als Messrührern bezeichneten Arbeitsmitteln werden die Rührer ebenfalls durch elektrisch betriebene Motoren in Funktion gesetzt, die mit einem Rührwerk gekoppelt sind. Je nachdem, um welches bedarfsgerechte Laborrührwerk es sich handelt, arbeitet dieser mit modellbezogenen Parametern wie der Drehzahl und dem Drehmoment. In Abhängigkeit von der Möglichkeit, die Rührer in deren Drehzahl und ihrem Drehmoment individuell einzustellen, kann die Qualität erzielbarer Messergebnisse wesentlich verbessert werden. Ein hervorzuhebender praktischer Vorteil kompakter Rührvorrichtungen für Labore besteht darin, dass diese in unterschiedliche andere Laborapparaturen eingepasst werden können. Durch innovative elektronische Einbauten wie Sensoren sind die Rührgeräte in der Lage, sogenannte scale-up Versuche zu unterstützen. Außerdem werden Phasen chemischer Reaktionen selbstständig erkannt und es ist realisierbar, rheologische Eigenschaften von Substanzen zu registrieren. Neben den elektronischen Rührwerken werden ebenfalls mechanische Produkte eingesetzt, wobei die elektronischen Modelle am besten für Rührsubstanzen geeignet sind, in denen hohe Schwankungen in der Viskosität zu verzeichnen sind. Darüber hinaus gibt es die Rührer ein- oder mehrstufig schaltbar.