Alkoholische Getränke oder Spirituosen, die sich einer großen Beliebtheit erfreuen, und denen zum Teil sogar eine positive Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben wird, sind als Kräuterliköre im Handel erhältlich. Entscheidend für die Sorten ist eine Vielzahl überlieferter traditioneller und neuzeitlicher Rezepturen, um einen Kräuterlikör zuzubereiten. Die Größen der Abpackungen sind unterschiedlich, was auch auf die Konzentration an Alkohol und die Arten der hinzugegebenen pflanzlichen Bestandteile zutrifft. Durch die enorme Menge an Kräutern, die entweder kultiviert oder wild wachsen, und die einheimischer oder exotischer Natur sind, können Kräuterliköre in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und voneinander abweichenden gesundheitlichen Effekten erzeugt werden. Darüber hinaus gelten Kräuterschnäpse als zeitlos und werden von jungen und älteren Generationen gleichermaßen geschätzt.
Die speziellen Arten der Kräuterliköre
Die Basisbestandteile der Kräuterliköre sind ein bestimmter Anteil Zucker für die Süßestufe und eine festgelegte Menge an Alkohol, die in Wasser gelöst sind. Durch den Alkohol erhalten die Kräuterschnäpse ihre lange Haltbarkeit und ihre berauschende Wirkung. Die Kräuter bestimmen in wesentlichem Umfang die Geschmacksrichtung und das Aroma eines Kräuterlikörs. Verarbeitet werden unter anderem Teile von Gewächsen, die sowohl als Heilpflanzen als auch Gewürze bekannt sind. Welche Substanzen in welchem Umfang im Kräuterlikör vorkommen, ist den geheimen Rezepturen der Hersteller überlassen. Da die pflanzlichen Komponenten nicht in ihrer Natürlichkeit hinzugegeben werden können, erfolgt vor der eigentlichen Zubereitung die Erzeugung eines konzentrierten Kräuterauszugs durch Mazeration, Perkolation, Digestion und letztendlich Destillation. Zielstellung ist immer das Herauslösen der aromatisierenden und farbgebenden Substanzen. Der Zuckergehalt für Kräuterliköre muss bei mindestens 100 Gramm je Liter Likör liegen. Unterteilt werden die Liköre unter anderem in halbbittere und bittere Schnäpse.