Kondensmilch entsteht, wenn der Milch durch Eindampfen, auch Kondensieren genannt, das Wasser entzogen wird. Die Milch wird dabei für etwa 10 - 25 Minuten bei einer Temperatur von 85-100 °C erhitzt und anschließend mit Unterdruck eingedickt. Auf diese Weise wird der Milch das Wasser entzogen und sie verliert dabei um die 50 Prozent oder mehr ihres ursprünglichen Ausgangsvolumens und erhält somit ihre zähflüssige Konsistenz. Der Fettgehalt nach diesem Vorgang liegt dann bei etwa 4-10 %. Bevor sie abgepackt in Flaschen, Dosen oder Kartons in den Handel kommt, wird die Kondensmilch erst homogenisiert und anschließend bei einer Temperatur von über 120° sterilisiert. Vorhandene Mikroorganismen werden dabei sicher abgetötet und die Kondensmilch, auch Dosenmilch oder Büchsenmilch genannt, erhält dadurch ihre entsprechend lange Haltbarkeit. Manchmal werden ihr am Ende noch weitere Vitamine und Stabilisatoren zugesetzt. Verwendet wird sie hauptsächlich zum Weißen von Kaffee sowie der Zubereitung von Süßspeisen. Durch den höheren Fettgehalt im Vergleich zur ursprünglichen Milch erhalten die Lebensmittel einen intensiveren Geschmack.
Kondensmilch gibt es mit und ohne Zucker. Der Zuckerzusatz war ursprünglich notwendig, um das Bakterienwachstum zu verhindern und die Büchsenmilch somit haltbar zu machen. Durch das moderne Wasserentzugsverfahren, Evaporierungsverfahren genannt, ist die Zugabe von Zucker heutzutage nicht mehr notwendig. In Deutschland ist die ungesüßte Dosenmilch die bevorzugte Variante, in vielen südlichen Ländern wird häufig die etwas dunklere und dickflüssigere gesüßte Kondensmilch verwendet. Auf dem Markt wird die Dosenmilch in unterschiedlichen Fettgehaltstufen angeboten, diese müssen in Prozent sichtbar auf der Verpackung angegeben werden und können zum Beispiel 4 %, 7,5 % oder 10 % betragen.