Das Wort Ketchup leitet sich vielleicht aus dem ostasiatischen Begriff für eine Fischsoße ab, der kê-tsiap. Denkbar ist aber auch ein Ursprung in Indonesien, wo das Wort kecap allgemein eine Soße bezeichnet. Auch Ableitungen aus englischen oder französischen Wörtern werden diskutiert. Es ist aber wahrscheinlich, dass der Begriff eine lange Geschichte hat, die bis ins Mittelalter oder noch weiter zurückreicht. Die damaligen Rezepte haben allerdings mit den in heutigen Zeiten verwendeten Ketchupsoßen wenig gemeinsam. Nachdem chinesische Soßen durch Seefahrer in Europa und Amerika verbreitet worden waren, ließ sich der deutsche Auswanderer Henry John Heinz davon inspirieren und entwickelte aus den Gemüsesorten in seinem Garten das Rezept für die Soße, der bis heute alle Varianten des Tomatenketchups ähneln. Die Basis eines jeden Ketchups bilden Tomaten, Zucker, Essig und je nach Hersteller verschiedene Gewürzmischungen.
Ketchup wird meist als Fertigsoße in Glas oder Plastikflaschen verkauft und ist aufgrund seiner Zutaten auch ohne viele künstliche Konservierungsstoffe gut haltbar. Es hat im Gegensatz zu seinen Vorfahren aus Asien eine sämige Konsistenz und ist gut portionierbar. Die beliebte Tomatensoße eignet sich hervorragend für die Speisen an Schnellimbissen wie etwa Pommes frites, Burger, Würstchen oder Schnitzel. Variationen von Tomatenketchup sind zum Beispiel Curryketchup und andere spezielle Gewürzketchups. Eine der in Deutschland bekanntesten Fast-Food-Gerichte ist die Currywurst, eine Bratwurst, die in Scheiben geschnitten mit Tomatenketchup und Curry serviert wird. Besonders Kinder lieben die leicht süße Soße und genießen Ketchup nicht nur zu Pommes frites, sondern auch zu Fischstäbchen oder als Spaghettisoße.