Kalorimeter sind Messgeräte aus dem Bereich der Thermodynamik. Sie werden in der Physik, Chemie und Biologie eingesetzt.
Messmethoden verschiedener Kalorimeter
Mit einem Kalorimeter wird die Wärmemenge bestimmt, die während des Ablaufs von physikalischen, chemischen oder biologischen Prozessen freigesetzt wird. Kalorimeter dienen auch zur Ermittlung der spezifischen Wärmekapazität eines Stoffes. Es gibt drei Arten von Kalorimetern: - Wärmeflusskalorimeter: Bestimmung der Temperaturdifferenz, die durch den Transport der Wärme durch eine Wärmeleitung entsteht. - Wärmebilanzkalorimeter: Berechnung der Wärmeleistung durch die ermittelte Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf eines Temperiermantels und den ermittelten Massenfluss des Temperiermediums. - Adiabatisches Kalorimeter: Bestimmung der erzeugten Wärmeenergie aus der gemessenen Temperaturerhöhung während einer Reaktion.
Nutzen der Messungen mit einem Kalorimeter
Der Einsatz von Kalorimetern ist in vielen Branchen üblich. In der Lebensmittelindustrie sind, entsprechend dem steigenden Gesundheitsbewusstsein, auf allen Nahrungsmitteln die Nährwerte des Produktes angegeben. Der Kaloriengehalt dazu wird durch ein Kalorimeter ermittelt. Zudem lässt sich mit einem Kalorimeter die Verfallszeit eines Produktes ermitteln. Auch in der Brennstoffproduktion dienen Kalorimeter zur Ermittlung der Qualität eines Brennstoffes. Je höher der Heizwert, desto größer ist der Nutzen des Brennstoffes. Mit einem Kalorimeter überprüft man während der Produktion regelmäßig den Heizwert und stellt so sicher, dass dieser immer gleich ist. Nur so können Hersteller ihren Kunden gleichbleibend hohe Qualität garantieren.